Die Integrationsförderung der Migrationsberatung ist eine zeitlich befristete Maßnahme, die Menschen durch Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen soll, ihr Leben eigenständig und verantwortlich zu gestalten. Dabei sind strukturelle, ausgrenzende und diskriminierende Faktoren einzubeziehen und es ist auf deren Überwindung hinzuwirken.

Integration bedeutet für Migrantinnen und Migranten die Aneignung von Sprache sowie die Anerkennung gesellschaftlicher Werte und Normen. Wichtige Elemente sind Teilhabe an Bildung und Ausbildung, Arbeitsmarkt sowie die Bereiche Nachbarschaft und gesellschaftliches Engagement. In diesem Sinne sind grundsätzliche Ziele der Integrationsförderung:

  • Eröffnung und Verbesserung der Integrationschancen unter Berücksichtigung des Prinzips „Fördern und Fordern“
  • Förderung von Chancengleichheit
  • Förderung der Partizipation von Migrantinnen und Migranten in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens
  • Förderung der Eigeninitiative zur Wahrnehmung der gebotenen Integrationschance
  • Förderung der Akzeptanz von Migranten in der Gesellschaft
  • Befähigung der Ratsuchenden, andere Dienste und Institutionen selbstständig zu nutzen

Theoretische Grundlagen

  • Gesprächstherapie, NLP, systemische Familientherapie
  • Kommunikation
  • Rhetorik

Praktisch-therapeutische Unterweisungen

  • Gesprächstherapie
  • Systemische Familientherapie
  • Supervision

Qualifikation des Migrationberaters, der Migrationberaterin:

Aufgrund der Anforderungen sind bei Neueinstellungen grundsätzlich folgende Qualifikationsmerkmale zu beachten:
  • Fachhochschulstudium für Sozialwesen oder vergleichbare Ausbildung
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikations-/Teamfähigkeit
  • hohe soziale und Methodenkompetenz
  • hohe Organisationsfähigkeiten

Wünschenswert wäre außerdem die Kenntnis mindestens einer Sprache aus den für die Aufgabenerledigung maßgebenden Hauptherkunftsländern der Migrantinnen und Migranten.

Zu den Kernaufgaben der Migrationsberatung gehören:

  • Zeitlich befristete und am individuellen Bedarf orientierte Integrationsberatung und -begleitung
  • sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer am Integrationskurs
  • Netzwerkarbeit 

Weitere Aufgabenfelder können sich, abhängig von den personellen Ressourcen der Migrationsberatung, ergeben. Diese können sein z. B.

  • Beratung in spezifischen schwierigen Lebenslagen (Krisenintervention)
  • Beratung und Begleitung der interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen
  • interkulturelle Arbeit im sozialen Nahraum, Gemeinwesenarbeit
  • Gewinnung, Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen, die den Integrationsprozess begleiten und fördern wollen.

Kosten:

6.422,17 Euro
Vollzeit oder Teilzeit